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miércoles, 5 de noviembre de 2008

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Bruce Lee (chin. 李小龍 / 李小龙, Lǐ Xiǎolóng, kant. Lee Siu-Lung, * 27. November 1940 in San Francisco; † 20. Juli 1973 in Hongkong; eigentlich Lee Jun-fan (chin. 李振藩, Lǐ Zhènfán) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Kampfkünstler. Er gilt als Ikone des Martial-Arts-Films und wird von vielen als der größte Kampfkünstler des 20. Jahrhunderts angesehen.


Wandgemälde von Bruce LeeInhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Leben und Wirken
2 Tod und Nachruhm
3 Filmografie
4 Nachahmer
5 Computerspiele
6 Literatur
7 Weblinks
8 Quellenangaben



Leben und Wirken [Bearbeiten]
Bruce Lee wurde am 27. November 1940 im Chinese Hospital in San Francisco als Sohn eines Chinesen (Lee Hoi Chuen) und einer Deutsch-Chinesin geboren. Obwohl seine Filmkarriere bereits im Alter von drei Monaten begann, bezeichnete Bruce Lee seine Rolle in The Beginning of A Boy, in dem er als Sechsjähriger mitspielte, als sein eigentliches Schauspieldebüt. Im Alter von acht Jahren folgte eine zweite Rolle, die ihm den Beinamen „Lǐ Xiǎolóng“ (Kleiner Drache Lee) einbrachte; unter diesem Namen war er fortan im gesamten Mandarin-Film-Circuit bekannt. In The Orphan hatte er dann schließlich mit 17 Jahren seine erste Hauptrolle. Bis zu seinem 18. Lebensjahr umfasste seine Filmografie bereits 20 Filme.

Nach Absolvierung der Grundschule wurde Lee mit zwölf Jahren in Hongkong auf einer katholischen Knabenschule, dem La-Salle-College, zugelassen. Auf Grund der vorherrschenden Rivalität zwischen chinesischen und britischen Schülern kam es nach der Schule oftmals zu Schlägereien. Schon bald bat Lee seine Mutter, Kampfkunstunterricht nehmen zu dürfen, um sich verteidigen zu können. Da die Langsamkeit der Übungen und Bewegungen des Taijiquan, welches sein Vater praktizierte, nicht seiner Natur entsprach, war seine Mutter schließlich bereit, ihm den Unterricht zu finanzieren. Von 1953 bis 1959 trainierte er bei Yip Man, einem Meister des Wing Chun. Die Anhänger Yip Mans forderten gerne Schüler anderer Kung-Fu-Schulen zu sportlich fair ausgetragenen Kämpfen heraus, an denen sich auch Lee regelmäßig beteiligte. Bei einem dieser Kämpfe verletzte Lee seinen Gegner so stark, dass dessen Eltern Anzeige bei der Polizei erstatteten. Die Polizei übergab Lee der Obhut seiner Eltern mit dem Hinweis, dass bei weiteren Vergehen mit einer Gefängnisstrafe für ihn zu rechnen sei. Auf Grund dieses Vorfalls und um zu gewährleisten, dass Lee weiterhin die amerikanische Staatsbürgerschaft würde behalten können, beschlossen seine Eltern, den 18-Jährigen nach San Francisco zu schicken. So fuhr er 1959 an Bord eines Dampfers der American President Lines in die Vereinigten Staaten. Auf dieser 18-tägigen Reise verdiente sich Lee sein erstes eigenes Geld, indem er den Passagieren der 1. Klasse Cha-Cha-Cha-Unterricht gab (eine langjährige Leidenschaft, die ihm 1958 den Titel des Hongkong-Cha-Cha-Meisters einbrachte).

Übergangsweise lebte er zunächst bei einem Freund seines Vaters in San Francisco und verdiente dort weiterhin etwas Geld mit dem Tanzunterricht. Ein paar Monate später in Seattle griff Lee auf das Angebot von Ruby Chow – einer Freundin der Familie – zurück, für Kost, Logis und etwas Trinkgeld als Platzanweiser und Kellner in deren Restaurant zu arbeiten.

Zur gleichen Zeit besuchte er tagsüber die Edison Technical School, um seinen High-School-Abschluss zu erlangen. Er qualifizierte sich schließlich für die University of Washington, wo er sich u. a. dem Studium der Philosophie widmete. In seiner Freizeit gab er interessierten Kommilitonen in Hinterhöfen, Parks und auf dem Universitätsgelände Kung-Fu-Unterricht – unter ihnen Ed Hart, LeRoy Garcia, James DeMile, Bruce Lees erster Schüler und Assistent Jesse R. Glover, Taky Kimura, der später sein erster offizieller Assistenztrainer und Freund fürs Leben werden sollte, sowie Bruce Lees spätere Frau Linda Emery. Ende 1963, nachdem er den Sommer bei seiner Familie in Hongkong verbracht hatte, kehrte Lee nach Seattle zurück, wo er am University Way, nahe dem College-Campus, sein erstes offizielles „Jun Fan Gung Fu Institute“ eröffnete. Am 17. August 1964 heirateten Bruce Lee und Linda Emery und zogen gemeinsam nach Oakland, wo sie zunächst im Hause von James Yimm Lee wohnten. Bruce Lee und James, ebenfalls ein leidenschaftlicher Kampfkünstler, lernten sich durch gemeinsame Bekannte kennen und wurden schnell unzertrennliche Freunde. Lee hatte großes Vertrauen in James und setzte ihn in seinem zweiten Jun Fan Gung Fu Institute in Oakland als seinen Assistenztrainer ein.

Auf Grund der Exklusivität seiner Kwoons (Trainingsstätten) waren die beiden Institute finanziell nur mäßig erfolgreich, und die Einnahmen reichten vorerst nicht aus, zusammen mit der inzwischen schwanger gewordenen Linda in ein eigenes Haus zu ziehen. Dennoch widmete sich Lee mit großer Perfektion und Leidenschaft der Entwicklung seiner eigenen Kampfkunstmethode, die in den folgenden Jahren als Bruce Lees „Jeet Kune Do“ (der Weg der eingreifenden oder abfangenden Faust) bekannt werden sollte.


Skulptur Bruce Lees in der Avenue of Stars, Hongkong1964 folgte Bruce Lee der Einladung von Ed Parker, dem sogenannten „Vater“ des amerikanischen Kempō Karate, bei den ersten internationalen Karatemeisterschaften in Long Beach, Kalifornien, das bis dato in der westlichen Welt noch völlig unbekannte Kung Fu zu demonstrieren und zu erläutern. Der sogenannte „One Inch Punch“, den Lee während dieser Demonstration dem erstaunten Fachpublikum vorführte, wurde zu einem seiner berühmtesten Markenzeichen. Aus einer sehr kurzen Entfernung (daher der Name) führte er einen Fauststoß aus, der den Gegner nach hinten fallen ließ. Sein Auftritt sollte zum großen Wendepunkt in seinem Leben werden. Die Vorführung wurde von vielen Menschen, sowohl vor Ort als auch am Fernsehbildschirm, verfolgt. Unter ihnen war auch Hollywood-Starfriseur Jay Sebring, der dem Fernsehproduzenten William Dozier, welcher auf der Suche nach einem asiatischen Darsteller für seine (Charlie Chan's) Number One Son-Fernsehserie war, von Lees Fähigkeiten und Anziehungskraft auf das Publikum berichtete. Dozier setzte sich mit Ed Parker in Verbindung und bat ihn um die Videoaufzeichnung der Vorführung. Dozier war von der Bühnenpräsenz Bruce Lees ebenfalls sehr angetan und lud ihn umgehend zu Probeaufnahmen nach Los Angeles ein, welche zu beiderseitiger Zufriedenheit verliefen. Auf Grund der überaus erfolgreich angelaufenen Batman-Serie seiner Greenway Production Company entschied sich Dozier jedoch, der Produktion einer weiteren, ebenfalls auf einer Comicfigur basierenden Fernsehserie mit dem Titel The Green Hornet den Vorrang zu geben. Somit musste Lee mehr als ein Jahr lang warten, bis er wieder etwas von Dozier hören sollte.

Am 1. Februar 1965 brachte Linda ihr erstes Kind, Brandon Bruce Lee, zur Welt. Lee bezeichnete ihn stolz als den einzigen blonden, blauäugigen Chinesen der Welt. Doch seine Geburt wurde schon eine Woche später von der Nachricht über den Tod von Lees Vater überschattet. Bruce Lee flog umgehend zur Beisetzung nach Hongkong; Linda und Brandon folgten ihm einige Tage später, wo sie dann für vier Monate im Hause der Lee-Familie wohnten. Lee, der danach strebte, seine Filmkarriere in Hollywood fortzusetzen, blieb währenddessen in ständigem Kontakt mit William Dozier. Im September 1965 flog die junge Familie in die Vereinigten Staaten zurück, wo sie vorerst weitere vier Monate bei Lindas Familie in Seattle verbrachten, bis sie schließlich nach Oakland heimkehrten.

Nach dem langerwarteten OK von Dozier für The Green Hornet zogen Linda und Bruce Lee im März 1966 nach Los Angeles; hier eröffnete Lee in Chinatown L.A. das dritte Jun Fan Gung Fu Institute, mit Ed-Parker-Schüler Dan Inosanto als seinem Assistenztrainer. In L.A. absolvierte er seinen ersten und einzigen formellen Schauspielunterricht, den die Twentieth Century Fox für ihn organisierte. Die Green Hornet-Serie wurde, bedingt durch die geringen Einschaltquoten, nach nur sechs Monaten und 26 ausgestrahlten Folgen wieder eingestellt. Dennoch verschaffte die Filmrolle des Kampfkunst-erfahrenen Kato Bruce Lee eine große Anhängerschaft begeisterter Teenager und auch Erwachsener. Durch Hilfe und Einfluss solch prominenter Hollywoodgrößen wie James Coburn, Steve McQueen und Drehbuchautor Stirling Silliphant, die bei Lee zwischenzeitlich Trainingsstunden nahmen und mittlerweile gute Freunde von ihm geworden waren, konnte er sich durch Gastauftritte in Fernsehserien wie Ironside, Blondie und Here Come the Brides weiterhin im Blickpunkt der Öffentlichkeit aufhalten. Gleichzeitig führte seine große Reputation als Kung-Fu-Experte dazu, dass sich einige der besten Karatekämpfer, wie Joe Lewis, Chuck Norris, Mike Stone und Louis Delgado, fachlich mit ihm austauschten und zum Teil Privatunterricht bei ihm nahmen. 1968 bekam er in Marlowe an der Seite von Hauptdarsteller James Garner seinen ersten Auftritt in einem abendfüllenden Hollywoodfilm. 1969 – die Lee-Familie war am 19. April durch Töchterchen Shannon Lee um ein weiteres Mitglied reicher geworden – richtete sich Lee mit seiner Idee vom „ultimativen Martial-Arts-Film“ an James Coburn und Stirling Silliphant. Doch trotz anfänglicher Begeisterung seitens Warner Brothers hinsichtlich des Drehbuchs zu The Silent Flute ließ das Filmstudio das Projekt wegen Realisierungsschwierigkeiten schließlich fallen.

1970 begannen Bruce Lee und Stirling Silliphant die Zusammenarbeit zur Pilotfolge der Fernsehserie Longstreet, in der sich Lee in der Rolle des Kampfkunstexperten regelrecht selbst spielte, was ihm eine überaus positive Publikumsresonanz einbrachte. Während eines Kurzbesuchs in Hongkong musste Lee zu seiner Überraschung feststellen, dass er in seiner Rolle als Kato in der Green Hornet-Serie auf begeisterten Anklang beim chinesischen Publikum gestoßen war. Die Serie wurde auf allen Kanälen rauf und runter gespielt und aus reiner Begeisterung zu ihrem Landsmann kurzerhand in The Kato Show umbenannt. Entsprechend groß war das Medieninteresse an Bruce Lee, und so brachten ihm die vielen Radio- und Fernsehinterviews, die er fortan gab, im Nu zahlreiche Angebote von Filmproduzenten aus Hongkong und Taiwan ein. Die Shaw-Brüder, die damals nahezu eine Monopolstellung in der Hongkonger Filmindustrie innehatten, unterbreiteten ihm einen Langzeitvertrag, den Lee aber auf Grund der geringen Gage ablehnte. Fast gleichzeitig machte ihm Raymond Chow, ein aufstrebender Filmproduzent, Eigentümer der Golden Harvest Studios und erklärter Konkurrent der Shaw-Brüder, ein lukratives Angebot über zwei Spielfilme, in denen Lee jeweils die Hauptrolle spielen sollte. Obwohl Lee seine filmische Zukunft nach wie vor in den USA sah, willigte er in das Angebot von Raymond Chow ein und nahm im Juli 1971 in Thailand die Dreharbeiten zu seinem ersten Feature-Film The Big Boss auf. Die guten Kritiken, die er zwischenzeitlich für seine Rolle in der Pilotfolge von Longstreet erhielt, veranlassten Paramount Pictures dazu, Lees Engagement um drei weitere Folgen zu verlängern. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichnete Lee nach Beendigung der Dreharbeiten in Thailand. Nach Ausstrahlung dieser weiteren Longstreet-Folgen überhäuften ihn sowohl Paramount Pictures als auch Warner Brothers mit verlockenden Angeboten. Trotzdem kehrte er, in Begleitung von Linda und den Kindern, zunächst nach Hongkong zurück, um seinen Vertrag mit Raymond Chow zu erfüllen. Im Oktober 1971 hatte The Big Boss Premiere und wurde auf Anhieb ein großer Erfolg. Der Film schlug alle bis dahin bestehenden Kino-Rekorde des Mandarin-Film-Circuits. Noch im selben Jahr begannen die Dreharbeiten für Lees zweiten Film Fist of Fury, welcher bei der Uraufführung im März 1972 wiederum den Einspielrekord von The Big Boss einstellte.

Nach diesen finanziell zwar äußerst erfolgreichen, dennoch während der Dreharbeiten von großen Schwierig- und Unstimmigkeiten begleiteten Filmen wollte Bruce Lee in seinem nächsten Film eigene Ideen und Ansichten über die Kampfkünste und das Filmemachen umsetzen. So entstand das Drehbuch zu Die Todeskralle schlägt wieder zu. Für diesen Film, der u. a. in Rom gedreht wurde, engagierte er die beiden Karateweltmeister Chuck Norris und Bob Wall. Die von Lee choreografierten Kämpfe sollten in die Filmgeschichte eingehen. Wieder brach Lee mit seinem neuen Film, der 1972 allein in Hongkong mehr als fünf Millionen Hongkong-Dollar einspielte, alle Rekorde. Im Anschluss daran begann er mit den Dreharbeiten zu Game of Death. Diese wurden jedoch unterbrochen und sollten niemals beendet werden, da er zwischenzeitlich für die Hauptrolle in Enter the Dragon, einer von Warner Brothers und Golden Harvest eingegangenen prestigeträchtigen chinesisch-amerikanischen Koproduktion, unterzeichnet hatte. Im Februar 1973 begannen in Hongkong unter der Regie von Robert Clouse die Dreharbeiten zu Enter the Dragon, welcher Bruce Lee postum die langersehnte Anerkennung in Hollywood bescherte und Anfang der siebziger Jahre den weltweiten „Kung Fu Craze“ auslöste. Als Game of Death 1978 schließlich in die Kinos kam, unterschied er sich völlig von Bruce Lees Originalkonzept. Erst 1999 fand der britische Autor Bey Logan dieses Originalkonzept in den Archiven von Golden Harvest. In dem Dokumentarfilm Bruce Lee – Der Weg eines Kriegers von John Little aus dem Jahr 2001 sind die wiedergefundenen Filmfragmente erstmals zu sehen.


Tod und Nachruhm [Bearbeiten]
Die Dreharbeiten zu Enter the Dragon nahmen Lee physisch und psychisch so stark in Anspruch, dass er am Nachmittag des 10. Mai 1973 auf den Gängen der Golden-Harvest-Studios zusammenbrach. Er wurde mit Atemnot und Schüttelkrämpfen umgehend ins Krankenhaus gebracht. Nach eingehender Untersuchung in Hongkong und anschließend auch in Los Angeles wurden ein Hirnödem und ein epileptischer Anfall diagnostiziert.

Nach der Verordnung diverser Medikamente kehrten Bruce und Linda Lee beruhigt zu den Dreharbeiten nach Hongkong zurück. Hier wollte Lee die noch laufende Post-Production fertigstellen und dann mit seiner Familie nach Los Angeles zurückkehren. Doch am Abend des 20. Juli 1973 wurde er erneut bewusstlos ins Queen-Elisabeth-Hospital in Hongkong eingeliefert. Er hatte sich nach dem anstrengenden Tag bei seiner Filmpartnerin Betty Ting Pei ausgeruht und zuvor von ihr ein Kopfschmerzmittel erhalten. Alle Wiederbelebungsversuche der Ärzte waren vergebens.

Laut Obduktionsbericht und diversen medizinischen Gutachten starb Bruce Lee an den Folgen einer Hirnschwellung, ausgelöst durch eine allergische Reaktion auf das verabreichte Schmerzmittel. Einer neueren Untersuchung zufolge könnte er aber durch einen epileptischen Anfall, bei dem Herz- und Lungentätigkeit versagten, gestorben sein.

Der Kleine Drache verstarb im Alter von 32 Jahren. Am 25. Juli 1973 gab es in Kowloon eine feierliche Trauerzeremonie, bei der außer Verwandten und engsten Freunden auch viele Stars und Filmleute anwesend waren, um Bruce Lee die letzte Ehre zu erweisen. Wenige Tage danach überführte Linda Lee den Sarg in die USA, wo Bruce Lee am 30. Juli 1973 in Seattle auf dem Lake-View-Cemetery beigesetzt wurde. Bruce Lee ebnete den Weg für viele inzwischen berühmt gewordene Martial-Arts-Schauspieler, wie Jackie Chan, Tony Jaa, Stephen Chow, Sammo Hung, Jet Li, Donnie Yen, Steven Seagal, Chuck Norris, Jean-Claude Van Damme, und Michael Dudikoff.

Am 28. April 1993, 20 Jahre nach seinem Tod, wurde Bruce Lee ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame verliehen. An diesem Tag versammelten sich Hunderte von Menschen, um dem „King of Kung Fu“ erneut Ehre und Dankbarkeit zu erweisen. Unter ihnen waren Witwe Linda Lee-Cadwell, Tochter Shannon, Bruder Robert, Bob Wall, John Saxon und Jean-Claude Van Damme.

Im selben Jahr erschien der Film Dragon – Die Bruce Lee Story. Der Film stellt eine Biographie von Bruce Lee dar. Er selbst wurde gespielt von Jason Scott Lee. Am Drehbuch wirkte seine Frau mit.

Am 21. Juli 2003, anlässlich seines 30. Todestages, verfasste Things Asian einen Artikel: Seine Legende sei nach 30 Jahren immer noch stark geblieben, und er hätte seinen Platz im „Volk der Kampfkünstler“ als größter Kampfkünstler aller Zeiten etabliert. [1]

Am 26. November 2005 wurde in Mostar an seinem 65. Geburtstag eine Statue von Bruce Lee enthüllt. Sie war auf Initiative der Mostarer Jugendgruppe „Städtische Bewegung Mostar“ mit finanzieller Unterstützung der deutschen Kulturstiftung des Bundes errichtet worden. Nach Aussage des Bewegungs-Sprechers Nino Raspudić fiel die Wahl auf die verstorbene Kung-Fu-Legende, weil alle sich mit ihm identifizieren könnten. Mit der Statue soll ein Zeichen gegen die ethnische Zerrissenheit auf dem Balkan gesetzt werden.

Am 27. November 2005 wurde eine weitere Statue zu Ehren von Bruce Lee auf der Avenue of Stars im Hafen von Kowloon, Hongkong, enthüllt. Die Bronzestatue ist 2,5 m groß und wiegt 600 kg. Sie wurde vom bekannten chinesischen Bildhauer Cao Chongen in Guangzhou geschaffen und trägt die Aufschrift Star of the Century: Bruce Lee[2].

Am 25. Februar 2006 erschien ein Artikel im Guardian [3]. Demnach seien Ärzte aus Amerika zu dem Ergebnis gekommen, ein epileptischer Anfall sei sehr wahrscheinlich die Todesursache gewesen. Es gibt davon eine Form, die überwiegend bei Männern im Alter von 20 bis 40 auftritt, wenn diese an starkem Schlafmangel und/oder enormem Stress leiden; beides war bei Lee zutreffend. Die Betroffenen sterben an einem Aussetzen der Herz- und/oder Lungenfunktion. Diese Erklärung wirkt weitaus glaubwürdiger als die bisherigen Theorien, er sei vergiftet worden bzw. hätte allergisch auf die 0,05 mg Cannabis oder die Kopfschmerztablette reagiert.


Filmografie [Bearbeiten]
1941: Golden Gate Girl
1946: The Birth of Mankind
1948: Wealth Is Like a Dream (Fu gui fu yun)
1949: Sai See in the Dream (Meng li xi shi)
1950: The Kid (Xi lu xiang)
1951: Infancy (Ren zhi cu)
1953: Blame it on Father / It's Father's Fault (Fu zhi guo)
1953: Qian wan ren jia
1953: The Guiding Light (Ku hai ming deng)
1953: A Mother's Tears (Ci mu lei)
1953: In the Face of Demolition (Wei lou chun xiao)
1955: Gu xing xue lei
1955: Love (Ai)
1955: Gu er xing
1955: Love Part 2 (Ai xia ji)
1955: We Owe It to Our Children (Er nu zhai)
1956: Zao zhi dang cu wo bu jia
1956: Sweet Time Together (Zha dian na fu)
1957: The Thunderstorm (Lei yu)
1960: The Orphan (Ren hai gu hong)
1966–1967: Batman, Fernsehserie
1966–1967: Die Grüne Hornisse (The Green Hornet), Fernsehserie
1967: Der Chef (Ironside), Fernsehserie
1968: Blondie, Fernsehserie
1969: Here Come the Brides, Fernsehserie
1969: Der Dritte im Hinterhalt (Marlowe)
1971: Bruce Lee – Die Todesfaust des Cheng Li (Tang shan da xiong)
1971: Longstreet, Fernsehserie
1972: Bruce Lee – Todesgrüße aus Shanghai (Jing wu men)
1972: Die Todeskralle schlägt wieder zu (Meng long guo jiang)
1973: Bruce Lee und ich (Qi lin zhang)
1973: Der Mann mit der Todeskralle (Enter the Dragon)
1978: Bruce Lee – Mein letzter Kampf (Game of Death)
1981: Bruce Lee – Seine besten Kämpfe / Bruce Lee – Der letzte Kampf der Todeskralle / Game of Death II (Si wang ta)

Bemerkenswert ist vor allem der letzte von ihm geplante Film (Bruce Lee – Mein letzter Kampf). Als Lee starb, waren nur wenige Sequenzen gedreht, darunter der spektakuläre Kampf gegen Kareem Abdul-Jabbar, einen 2,18 m großen Basketballprofi. Robert Clouse hat Jahre nach Lees Tod daraus einen vollständigen Film gemacht, indem er mehrere Doubles und zahlreiche Schnipsel aus Lees älteren Filmen einsetzte. Für Kenner der vorhergehenden Filme ist es ein besonderes Vergnügen, diese kurzen Ausschnitte zu erkennen und zuzuordnen. Beispiel: Robert Wall und ein Lee-Double stehen sich gegenüber. Man sieht das Double von hinten. Schnitt. Der echte Bruce Lee (Frontalaufnahme) setzt zu einem hohen Tritt an. Schnitt. Robert Wall wird von einem Fuß im Gesicht getroffen.

Es gibt mehrere Versionen dieses Films. Außerdem wurden 27 Jahre nach seinem Tod neue Ausschnitte gefunden, die in dem Dokumentarfilm Bruce Lee – Der Weg eines Kriegers (A Warriors Journey) zu sehen sind.

The Silent Flute wurde 1978 verfilmt.


Nachahmer [Bearbeiten]
Nach Lees Tod gab es zahlreiche Versuche, von seinem Ruhm zu profitieren. Im Englischen wurde hierfür der Begriff „Bruceploitation“ (englisch exploitation, „Ausbeutung“) geprägt. Mehrere Schauspieler spezialisierten sich auf Bruce-Lee-Imitationen. Ein bekannter Doppelgänger nannte sich Bruce Li. Bei manchen Filmen wurde der Name „Bruce Lee“ in den Titel eingefügt, bei anderen hieß die Hauptrolle so. Insgesamt erschienen über hundert solcher Filme, von denen ungefähr 15 auch in Deutschland zu sehen waren.[4] [5] Die meisten davon wurden im Tonstudio Wendel mit deutschen Dialogen versehen und von der Firma Schier-Film in Deutschland vertrieben.


Computerspiele [Bearbeiten]
Bruce Lee (Computerspiel) (1983)
Kung-Fu Master (Computerspiel) (1984, handelt von Game of Death)
Dragon – The Bruce Lee Story (Sega Mega Drive, Super Nintendo (1993), Game Gear, Sega Master System, Atari Jaguar) (1995, basierend auf dem Film Dragon)
Bruce Lee – Quest of the Dragon (X-Box) (2002)
Bruce Lee: Return of the Legend (GBA) (2003)

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